Weniger anrüchig: Toyotas flüssiges Kompostierungs-Enzym

Picture

Toyotas Enzym tunt Tierdung von Huhn, Schwein und Rind. Foto: TMDE/dpp-AutoReporter

Die Toyota Motor Corporation (TMC) beschränkt sich beim Umweltschutz nicht allein auf effiziente Antriebe und eine ressourcenschonende Produktion. Abseits des klassischen Automobilgeschäfts arbeitet der japanische Konzern an einer Verringerung der Klimabelastung: In Zusammenarbeit mit dem Kontaktlinsenhersteller Menicon hat Toyota nun ein neues flüssiges Produkt zur Kompostierung von Tierdung entwickelt.

Allein in Japan entstehen in der Tierhaltung jährlich rund 80 Millionen Tonnen Stallmist, was zu Geruchsbelästigungen, aufsteigenden Treibhausgasen und einer Verschmutzung des Grundwassers führt. Um die Auswirkungen zu minimieren, arbeiten Toyota und Menicon bereits seit einigen Jahren an alternativen Lösungen. Im Januar 2013 haben beide Unternehmen ein pulverbasiertes Kompostierungsprodukt auf den Markt gebracht: Es soll die Kompostierungsdauer von Tierdung von einem Monat auf zwei Wochen verkürzen, die Zahl übelriechender Ammoniak-Gase von Geflügel-Ausscheidungen bis zu 90 Prozent abnehmen. Allerdings ist die Verwendung sehr zeit- und arbeitsintensiv - insbesondere für größere Betriebe.

Daher hat Toyota-Menicon nun ein flüssiges Enzym namens ‚New-Tokubetsu-Kyuko Liquid‘ entwickelt. Es ergänzt die bestehende Produktserie und lässt sich bequem aufsprühen. Dadurch ist eine zuverlässigere und gleichmäßigere Auftragung als mit pulverbasierten Produkten möglich, was die Zersetzung verbessert und hochwertigeren Kompost schafft. Es reduziert somit die Arbeit für Bauern und wirkt sich zugleich positiv auf die Umwelt aus. Gleichzeitig bietet es Vorteile in der Lagerung: Eine 100-Gramm-Flasche des flüssigen Enzyms entspricht acht Kilogramm Pulver.

TMC, Menicon und ihr Vertriebspartner Toyota Tsusho wollen eine breite Palette technologiebasierter Umweltschutz-Initiativen ins Leben rufen. Alle drei Unternehmen werden ihre Zusammenarbeit ausbauen, um den Recyclinggedanken stärker in der Gesellschaft zu verankern, neue ökologische Geschäftsideen zu entwickeln und das Ackerland zu verbessern. (dpp-AutoReporter/wpr)