Besser sichtbar auf den Schulweg

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Sichtbarkeit ist Sicherheit: Helle Kleidung und Reflektoren schützen Kinder im Dunkeln. Foto: Dekra/dpp-AutoReporter

Vom Herbst bis ins Frühjahr hinein machen sich viele Kinder in der Dämmerung oder gar im Dunkeln auf den Schulweg. Dafür sorgt der in Deutschland übliche frühe Schulbeginn morgens um 8.00 Uhr in Kombination mit Nachmittagsbetreuung und Ganztagsschulen. „Damit steigt die Gefahr, dass die Kleinen von Autofahrern übersehen werden", sagt Stefanie Ritter, Unfallforscherin bei Dekra.


Schon tagsüber können Kinder die Geschwindigkeit von Fahrzeugen kaum richtig einschätzen. „Wenn sie die Scheinwerfer eines Autos im Dunkeln klar erkennen, können sie sich nicht vorstellen, dass der Autofahrer sie nicht sieht", sagt die Expertin. Daher sei es besonders wichtig, dass die jüngsten Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sind. Ein Autofahrer nimmt einen hell gekleideten Fußgänger bei Dunkelheit schon wahr, wenn er noch 40 bis 50 Meter entfernt ist. In normal bunter Alltagskleidung ist er dagegen erst aus einem Abstand von 25 bis 30 Metern erkennbar.


Mit blinkenden Lichtern oder retroreflektierende Materialien sind die Kleinen im Dunkeln sogar bis zu 150 Meter weit zu sehen. Idealerweise sind die Reflektoren und Blinker an Stellen angebracht, die bewegt werden, also an Armen, Beinen und Füßen, und zwar so, dass das Kind rundherum sichtbar ist. Auffällig sind auch Warnwesten mit Reflektoren, gelbe Sicherheitskrägen und zB. die roten, reflektierenden Dekra-Mützen. Um morgendliche Styling-Diskussionen zu vermeiden, sollten die Kinder beim Kauf der reflektierenden Bekleidung mitentscheiden dürfen. Schulranzen, die der DIN 58124 entsprechen, sind übrigens ausreichend mit Reflektoren ausgestattet.


Falls Kinder mit dem Fahrrad zur Schule fahren, müssen die Eltern darauf achten, dass Vorder- und Rücklicht funktionieren und das Fahrrad mit den gesetzlich vorgeschriebenen Reflektoren ausgestattet ist. „Wichtig ist aber auch, dass die Kinder morgens rechtzeitig das Haus verlassen", sagt Unfallforscherin Ritter. „Dann können sie ihren gewohnten und im Vorfeld eingeübten Schulweg gehen. So geraten sie nicht in Versuchung, unter Zeitdruck gefährliche Abkürzungen einzuschlagen oder Straßen an ungesicherten Stellen zu überqueren." (dpp-AutoReporter/wpr)