Verkehrsrecht: Auch 18 Monate "Fahrtenbuch" sind möglich, wenn der Halter "veräppelt"

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Verkehrsrecht: Auch 18 Monate "Fahrtenbuch" sind möglich, wenn der Halter "veräppelt". Foto: dpp-AutoReporter

Hat ein Fahrer eines Firmenwagens die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb einer geschlossenen Ortschaft um 28 km/h überschritten und "wirkt der Halter bei der Ermittlung des Fahrers nicht ausreichend mit", so kann ihm eine Fahrtenbuchauflage für 18 Monate auferlegt werden. (Hier war auf dem Polizeifoto eine Frau am Steuer abgebildet. Die Fahrzeughalterin gab dazu zunächst an, nicht zu wissen, wer den Wagen gefahren habe.

Später kam sie zu der Erkenntnis, dass es sich um ihre Nichte gehandelt habe, die als Praktikantin in der Firma gewesen sei. Inzwischen sei sie aber wieder nach Griechenland zurückgekehrt. Sie studiere dort und wohne in einem kleinen Ort, in dem es keine Straßennamen gebe. Außerdem sei das betreffende Fahrzeug auf die Geschäftsführerin des Betriebs umgemeldet worden. Die Verkehrsbehörde fühlte sich "veräppelt" und ordnete die Fahrtenbuchauflage an - inzwischen mit gerichtlicher Billigung.) (VwG Neustadt an der Weinstraße, 3 L 4/14) Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter