Neue Strukturen im Autohandel sind nicht aufzuhalten

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Das Geschäft des klassischen Auto-Händlerswird nicht ad acta gelegt werden können, doch stehen die Betriebe und auch die Hersteller/Importeure vor großen Herausforderungen, diese Vertriebsschiene am gesunden Leben zu erhalten. Das ist das ernüchternde Fazit des Branchentages des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg n Sindelfingen.

Nach Einschätzung von Vizepräsident Ludger Wendeler werden Verkäufe von mehr als rund 420.000 neuen Pkw jährlich in Baden-Württemberg bzw. drei Millionen in Deutschland auch mittelfristig nicht zu steigern sein. Könnte man damit noch leben, müsse man aber berücksichtigen, das etwa zehn Prozent dieser Fahrzeuge demnächst über das Internet gekauft würden und somit zu einem großen Einbruch beim originären Handel führen würde.",

Für Antje Woltermann vom Deutschen Kfz-Gewerbe (ZDK) ist daher der richtige Zeitpunkt gekommen, "darüber nachzudenken, wie die Zukunft der Autohäuser aussieht." Die Alternative zum heutigen Autohaus, das im Neuwagenverkauf auf eigenes Risiko investiert und agiert, könne die Agentur sein, bei der das Absatz-, Lagerhaltungs- und Investitionsrisiko zumindest teilweise durch den Hersteller getragen werde.

"Wo das Internet an Marktmacht gewinnt, öffnen sich für die Hersteller neue Vertriebsmöglichkeiten am Handel vorbei", sagte Woltermann. "Die Frage ist, wie das Autohaus noch Geld verdient?" Denn die Verdienstmöglichkeiten bei Neuwagen würden immer weiter beschnitten. Die Hersteller experimentierten mit neuen Vertriebswegen mit und ohne Handel. Die Anforderungen an die Händler, in die Autohäuser zu investieren, blieben aber bestehen." (dpp-AutoReporter/ hhg)