VDA Präsident Wissmann: Die deutsche Automobilindustrie lebt Qualität

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„Deutsche Autos haben auch in diesem Jahr erneut Spitzenplätze in Qualitäts- und Zuverlässigkeitsrankings errungen, von AutoMarxX über die ADAC-Pannenstatistik bis hin zum TÜV-Report. Diese Erfolge sind Ergebnis des unermüdlichen Strebens der deutschen Automobilindustrie, die Qualität ihrer Produkte und Prozesse kontinuierlich weiter zu steigern", betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf dem 10. Qualitäts-Gipfel, den das Qualitäts Management Center des Verbandes (VDA QMC) heute und morgen in Berlin veranstaltet. Der Qualitäts-Gipfel ist Europas wichtigstes Qualitäts-Symposium der Branche und ist jedes Jahr hochrangig besetzt. Neben zahlreichen Vertretern der Automobilindustrie sprechen auch EU-Kommissar Günther Oettinger und Cornelia Yzer, Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung.

Wissmann wies auf die hohe Innovationsgeschwindigkeit der deutschen Automobilindustrie hin: „Die deutsche Automobilindustrie lebt Qualität. Diese muss täglich hart erarbeitet werden. Wir investieren jährlich über 20 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung." Damit stehe die deutsche Automobilindustrie für mehr als ein Drittel der gesamten industriellen Forschungsleistungen, so Wissmann.

„Erstklassige Qualität, hohe Innovationsdynamik und eine langfristige Internationalisierung - das sind die Kernbausteine, die den Erfolg der deutschen Industrie seit Jahren ausmachen. Wir sprechen dabei nicht nur von einigen wenigen großen Konzernen. Es sind vor allem auch die mittelständischen Unternehmen, die sich stets über die nationalen Grenzen hinaus in die Weltmärkte gewagt haben. In Deutschland sind doppelt so viele Unternehmen im Export aktiv wie etwa in Frankreich", sagte Wissmann.

Allerdings sei die deutsche Exportstärke derzeit internationaler Kritik ausgesetzt. „Der Vorwurf lautet, Deutschland verstärke mit seinem Handelsüberschuss die bereits bestehenden Ungleichgewichte in Europa. Die Binnennachfrage in der Bundesrepublik sei zu schwach. Aber klar ist: Unser Handelsbilanzüberschuss ist kein Ergebnis politischer Markteingriffe, sondern das Ergebnis einer Wettbewerbsfähigkeit, die wir allerdings Tag für Tag neu erarbeiten müssen. Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht dadurch, dass ein Land für seine Exportaktivitäten ‚bestraft‘ wird, sondern indem in möglichst allen europäischen Ländern die Voraussetzungen für Wachstum und steigende Beschäftigung geschaffen werden. Dazu gehören vor allem strukturelle Reformen und Haushaltsdisziplin in jedem einzelnen Land. Das Rezept lautet: Die Schwachen stärken, nicht die Starken schwächen. Wenn von Deutschland wirtschaftliche Solidarität mit den europäischen Partnern erwartet wird, sollte die Leistungsfähigkeit unseres Landes nicht in Frage gestellt werden", betonte der VDA-Präsident. (dpp-AutoReporter)