Durchbruch für Lithium-Ionen-Akkus?

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Durchbruch für Lithium-Ionen-Akkus? Foto: Sekisui/dpp-AutoReporter

Sekisui Chemical soll es gelungen sein, die Kapazität von Lithium-Ionen-Batterien zu verdreifachen und die Produktionskosten zu dritteln. Möglich machen sollen dies der Einsatz von Silikon für die negative Elektrode und ein neues, festes Polymer-Elektrolyt-Material.

Zugleich sollen durch die neue Bauweise die Kosten pro Kilowattstunde um 60 Prozent sinken. Als Folge wären Elektroautos nicht mehr teurer als Benziner- oder Diesel-Fahrzeuge. Ihre Reichweite würde auf bis zu 600 Kilometer steigen. Das Unternehmen hat inzwischen entsprechende Meldungen bestätigt.

Lithium-Akku mit Silizium-Legierung
Die neuartigen Lithium-Ionen-Akkus benutzen Silizium statt Kohlenstoffmaterialien für die negative Elektrode. Eine spezielle Legierung soll das bisherige Problem der kurzen Haltbarkeit von Siliziummaterialien beseitigen. Zugleich entwickelte Sekisui Chemical ein festes Polymer-Elektrolyt-Material statt den bisher benutzten gelartigen Elektrolyten. Dadurch entfällt der aufwändige Vorgang, die Batterie mit einer Flüssigkeit zu füllen. Das erhöht die Produktionsgeschwindigkeit der Batterien um das 10-fache. Sekisui Chemical ist auf Plastikmaterialien spezialisiert.

Laut einem Bericht der Finanzzeitung Nikkei schätzt das Unternehmen die Kosteneinsparungen um drei Fünftel. Eine Kilowattstunde Leistung wird 30.000 Yen (215 Euro) kosten. Heute muss man dafür 100.000 Yen bezahlen. Nach Einschätzung von Autoingenieuren müssen die Batteriekosten für ein wettbewerbsfähiges Elektroauto unter 30.000 Yen pro Kilowattstunde liegen. (dpp-AutoReporter)